Auslandstagebuch Rumänien

Wir sind vom 28.10.2019 bis zum 09.11.2019 mit Schülern des Ausbildungsganges Heilerziehungspflege mit dem Erasmus+-Programm in Rumänien unterwegs. 

Die Highlights der Tage in Rumänien und was nicht so gut lief

Marie war positiv Überrascht von Rumänien. Sie hatte andere Vorstellungen wie es in diesem Land sei. Marie fand gut, dass die Straßen in Rumänien sauberer waren als bei uns in Deutschland. Ebenfalls positiv überrascht, war sie über die Ferienwohnung, wo wir zwei Wochen Übernachteten. Leider war die Aufgabenverteilung untereinander nicht immer klar. Doch im Großen und Ganzen war das Zusammenleben harmonisch. 
Als Marie den ersten Tag bei ihrem Praktikum an kam, war die ebenfalls positiv überrascht. Die Mitarbeiter waren auf einer guten Ebene mit den Bewohnern und die Atmosphäre war recht angenehm. 
Leider war das nicht jeden Tag so. 
Als Marie die nächsten Tage dort ankam ist ihr aufgefallen, dass die Mitarbeiter untereinander viel über andere Mitarbeiter sprachen, während diese nicht anwesend waren. 
Auch die Aufgaben von Lina und mir bestand in Großen und Ganzen daran Blumen zu Basteln und wir saßen abseits der ganzen Gruppen. Aktivitäten mit den Leistungsberechtigten durften wir leider nicht ausüben. 
Doch die Menschen mit Down Syndrom waren sehr herzlich und offen uns gegenüber und freuten sich jeden Tag uns zu sehen. 
Trotz alle dem hatte Marie zwei angenehme Wochen in Rumänien.  

Auch Lina war sehr positiv von Rumänien überrascht. Die Stadt Oradea ist wunderschön und man kann dort sehr viel sehen und erleben. 
Auch Lina war von der Ferienwohnung positiv angetan. Wie bereits Marie geschrieben hat, war oft die Aufgabenverteilung in der Wohnung nicht ganz klar. Doch alles in allem hat das Zusammenleben ganz gut funktioniert. 
Auch die angebotenen Praktikumsstellen waren für Lina überraschend, da sie nicht damit gerechnet hat, dass es doch so viele Stellen zur Auswahl gibt. 
Das Tageszentrum für Menschen mit Down-Syndrom ist eigentlich eine gute Idee, aber warum werden nur Menschen mit Down-Syndrom dort begleitet? Warum ist es kein Tageszentrum für Menschen mit egal welcher Beeinträchtigung?

Die Woche im Tageszentrum schien anfangs sehr schön und spannend zu werden. Leider wurde Marie und Lina schnell klar, dass dies täuscht. Wir beide saßen die ganze Woche abseits der Gruppe und bastelten Blumen. Die Mitarbeiter redeten über andere Mitarbeiter, sobald sie den Raum verließen. Marie und Lina durften kein eigenes Angebot mit den Klienten durchführen.
Dennoch hat es Spaß gemacht dort zu sein. Auch die herzlichen Begrüßungen der Klienten waren jeden Morgen sehr schön.

Trotz allem, was nicht gut lief, danke ich Erasmus+ dafür, dass ich diese Erfahrungen machen durfte.

 


09.11.2019 - Letzter Tag in Rumänien und Abreise

Der Tag der Abreise begann für uns alle um 9 Uhr. Wir haben uns alle fertig gemacht, haben zusammen gefrühstückt und noch einmal alles sauber gemacht. Dann ging es auch schon los. Da wir alle ziemlich fertig waren haben wir uns dazu entschlossen ein Taxi zum Busbahnhof zu nehmen anstatt eine Stunde zu laufen. Gerade angekommen hatten wir alle schon wieder Hunger und entschlossen uns in ein Italienisches Restaurant zu gehen und noch einmal Kräfte zu tanken. Um 14 Uhr ging dann die Busfahrt los. Mit ein wenig Verspätung nahmen wir dennoch rechtzeitig  um 17:30 Uhr am Flughafen Budapest an. Dort verbrachten wir dann die Wartezeit mir Rauchen und nochmals Essen. 19:30 Uhr ging dann der Flug los. Um 21 Uhr sind wir in Berlin Schönefeld angekommen und wurden auch direkt von unseren Familien begrüßt. Zu Hause angekommen waren wir alle sehr ermüdet und erschöpft vom vielen umher fahren und fliegen, so dass wir alle auch direkt ins Bett gegangen sind. 
Heute war es noch einmal sehr emotional, denn auch wenn Rumänien eine fremde Stadt ist, haben wir uns alle übers äußerste an das Leben dort gewöhnt. Es war schwer Abschied zu nehmen und wir sind alle extrem froh diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen.
Danke an Erasmus + für diese tolle Gelegenheit.
Eure Erasmus + Studies


08.11.2019 - fünfter und letzter Tag im Praktikum

 

 

 

 

 

 

Der heutige Tag startete für uns alle so, wie die letzten Tage.  Lara verließ als erste gegen acht Uhr die Wohnung in Richtung Praxisstelle. Gegen neun Uhr ging es dann auch für Marie und Lina los und im Anschluss mussten dann auch Stefan und Nico zu ihrem Einsatzort.

Als Lara bei ihrem Praktikum ankam, überreichte sie den Klienten und Mitarbeitern die Mitbringsel, die am vorherigen Abend von uns allen vorbereitet wurden.


Als Lara bei ihrem Praktikum ankam, überreichte sie den Klienten und Mitarbeitern die Mitbringsel, die am vorherigen Abend von uns allen vorbereitet wurden.
Im Anschluss aß Lara mit den Klienten und Mitarbeitern in Casa Frankfurt Frühstück. Danach wurde aufgeräumt und schon Vorbereitungen für das Mittagessen getroffen. Als das fertig war, gingen alle gemeinsam zum Tageszentrum, wo Lara auch bis halb zwei blieb. 

Als Marie und Lina im Tageszentrum für Menschen mit Down-Syndrom ankamen, war auch heute das Frühstück der Klienten bereits beendet und alle waren mit Aufräumen beschäftigt. Danach ging es dann für alle nach oben in den Beschäftigungsraum, wo Marie und Lina Blumen bastelten. Kurz bevor Marie und Lina los gegangen sind, haben auch sie die Mitbringsel an die Klienten und Mitarbeiter verteilt. Im Anschluss gingen auch sie zum Tageszentrum, wo Lara bereits wartete.

Nico und Stefan waren gegen zehn Uhr im Tagesförderbereich, wo sie diese Woche ihr Praktikum absolvierten. Dort angekommen spielten sie mit den älteren Menschen Schach. Das taten sie, bis auch sie los mussten zum Tageszentrum, wo sich heute alle Praktikanten um 13.30 Uhr trafen, denn Ana-Maria wollte dort mit uns allen ein Abschlussgespräch führen. 
Dort sagten wir alle, wo wir waren und wie es uns dort gefiel. 
Wie alle fühlten uns in den jeweiligen Praxiseinrichtungen sehr wohl und sagten auch, dass wir ein sehr positives Bild von Rumänien bekommen haben und das Land und die Menschen nun, mit den, durch die Studienwoche und das Praktikum gemachten Erfahrungen und Eindrücken viel differenzierter sehen, als das Bild, welches in den Medien und auch Zuhause erzählt und vermittelt wird. 
Gegen 15 Uhr gingen Nico, Stefan, Marie und Lina eine Kleinigkeit essen. Lara musste noch einmal zurück zu Casa Frankfurt, da sie dort noch ein Abschlusszeugnis bekam.  
Am späten Nachmittag ging es dann für Lara und Lina noch einmal kurz in die Stadt. 
In der Zwischenzeit wurden schon einmal alle Koffer gepackt.
Zum Abendessen gab es dann alles was noch da war... Knoblauch-Baguette,  Pommes und Rührei... keine leckere Kombination, aber schließlich musste ja alles irgendwie weg.

Wir fünf waren alle sehr begeistert von Rumänien und sind sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben.  Trotz allem freuen wir uns auf den morgigen Tag und auf unser Zuhause.

Bis morgen,

Eure fünf Erasmus+ Studies 


07.11.2019 - vierter Tag im Praktikum

Der heutige Tag startete, wie die letzten Tage, für Marie und Lina um acht Uhr. Die beiden machten sich fertig, frühstückten zusammen und gingen kurz nach neun Uhr los zu ihrem Praktikum in der Tagesstätte für Menschen mit Down-Syndrom. 
Die zwei kamen dort an, als das gemeinsame Frühstück schon vorbei war. Alle gingen gemeinsam nach oben, denn heute war der „Sport-Tag“. Dort wurden viele verschiedene Übungen gemacht. Außerdem wurde auch gesungen und getanzt. Marie und Lina waren sehr darüber erstaunt, wie gut alle Beschäftigten der Tagesstätte mit machten und wie viel Freude sie daran hatten. Nach der 2 stündigen Sporteinheit ging es dann zum Mittagessen. Danach wurden einige Klienten schon abgeholt und auch wir wurden schon nachhause geschickt, da der Donnerstag in der Tagesstätte ein sehr kurzer Tag für alle ist. 
Marie und Lina entschieden sich im Anschluss dafür, gemeinsam mit Nico in ein Einkaufszentrum zu fahren, wo es dann mit der Straßenbahn hin ging.

Nico und Stefan waren heute wieder um zehn Uhr im Praktikum. Dort haben die beiden ca. 3 Stunden mit einem Beschäftigten und einem Mitarbeiter über die derzeitige und vergangene Politik geredet. Danach ging es in die Tagesstätte, wo auch die Versammlung am ersten Praktikumstag stattfand. Stefan hat dort mit zwei Beschäftigten über ihr Leben in Rumänien geredet. Da beide eine psychische Beeinträchtigung haben, redeten sie über die psychiatrischen Kliniken in denen sie behandelt wurden. Stefan nahmen am meisten die dort beschriebenen Zustände mit, denn dort wird keine gezielte Hilfe angeboten und undifferenziert gearbeitet. Die Art der Beeinträchtigung ist dort egal. Nico fand am heutigen Tag vor allem das Gespräch mit dem Bewohner und dem Mitarbeiter sehr informativ und interessant. 

Heute hatte Lara den Frühdienst, fing um halb neun an und war somit die erste, die aus dem Haus ging. In Casa Frankfurt angekommen, aßen die ersten schon Frühstück und andere wurden gerade wach. Nachdem alle gefrühstückt  haben bereiteten einige das Mittag vor und andere fingen an sauberzumachen. Jeder wusste, was er zu tun hat. Danach, so gegen zehn Uhr, fuhr Lara mit den Klienten ins Tageszentrum, dort half sie Kerzen einzupacken, damit endete auch dieser Tag für sie.

Besonders beeindruckend für Lara war heute, dass jeder der Bewohner im Haushalt hilft und jeder weiß, was zu tun ist.

 

 

 

Morgen heißt es Abschied nehmen...von den Menschen, Oradea, Rumänien...

...denn am Samstag geht es wieder nach Hause...

 

Bis bald,

Eure Erasmus+ Studies

06.11.2019 - dritter Tag im Praktikum

Für Marie, Lina, Nico und Stefan ging es heute wieder um neun Uhr aus dem Haus. Von der Wohnung aus gingen die vier dann in Richtung ihrer Praxisstellen. 
Stefan und Nico verbrachten 8 Stunden im Tagesförderbereich und nutzten die Zeit um mit den Menschen vor Ort Tischtennis und Schach zu spielen oder zu basteln. Die beiden haben heute gelernt, dass auch ältere Menschen ziemlich ambitioniert Tischtennis spielen und jüngere Konkurrenz ohne weiteres besiegen.
Lina und Marie fingen wieder um 10 Uhr in der Tagesstätte an. Dort wurde zuerst gemeinsam gefrühstückt und im Anschluss mit der Arbeit begonnen. Es wurden Blumen und Perlen aus Zeitungs- und Krepppapier gebastelt. Danach gab es Mittag und kleine Geschichten zur Entspannung. Nach der Entspannungszeit wurden Lina und Marie von einer Beschäftigten angesprochen, die ihnen ein Buch zeigte, in dem man sehen konnte, was sie schon alles in ihrem Leben erlebt hat. Sie war in verschiedensten Ländern der Welt und hat an ättlichen Turnieren, ähnlich den Paralympics, teilgenommen. Um 17 Uhr gingen die beiden dann nach Hause. Die beiden bewegte heute am meisten wie wenig sich die Mitarbeiter auf die Beschäftigten einlassen, dies war vor allem an der Arbeitsaufteilung zu erkennen, denn die Mitarbeiter arbeiteten bevorzugt an den Sachen, die ihrer Meinung nach, zu schwer für Menschen mit Behinderung sind und die Beschäftigten bekamen nur leichte Aufgaben. Weiterhin waren beide sehr erstaunt, wie viel die eine Beschäftigte in der Welt herum gereist ist.
Lara war mit ein paar Bewohnern von Casa Frankfurt Lebensmittel einkaufen um Kuchen zu backen. Aus diesen Lebensmitteln wurden dann drei verschiedene Kuchen gebacken, die dann auch zusammen gegessen wurden. Weiterhin wurde die Küche aufgeräumt und der frisch gelieferte Einkauf, der jede Woche bestellt wird, in die verschiedenen Schränke geräumt. Nach dem Feierabend ging Lara noch einmal Lebensmittel einkaufen. Letztendlich war Lara dann von 12 Uhr bis 20 Uhr arbeiten und ca. 20:30 Uhr in der Wohnung. Lara nahm aus dem heutigen Tag eine sehr liebenswürdige Erfahrung mit, die sich auf die Zusammenarbeit der Klienten bezog, denn alle arbeiteten wie eine Familie zusammen und unterstützten sich wo es nur ging.
Genauso wie die Tage zuvor freuen wir uns auf die weiteren Tage und sind froh hier zu sein.

Eure Erasmus + Studies


05.11. 2019 - zweiter Tag in den Praxisstellen in Rumänien

Für Lina und Marie begann der Tag um sieben Uhr. Beide machten sich fertig und frühstückten gemeinsam. Um 9:15 Uhr ging es für sie schon los in das Tageszentrum für Menschen mit Down Syndrom. (Gestern hatten wir uns verschrieben)
Als sie dort ankamen, waren die Klienten und Mitarbeiter noch beim Frühstücken, aber kurz darauf ging es in die erste Etage zum gemeinsamen Basteln. (Außerdem beobachteten Marie und Lina, dass jeder Klient nach dem Frühstück eine Aufgabe bekam, wie zum Beispiel Tisch abräumen, Geschirr spülen und den Tisch abwischen)
Lina und Marie bastelten den ganzen Tag Blumen, wie auch schon am Tag zuvor. 
Den beiden fiel heute besonders auf, dass die Menschen mit Down-Syndrom über die Anwesenheit der beiden sehr erfreut waren und viele versuchten mit ihnen in Kontakt zu kommen und zu kommunizieren, was schon aufgrund der Sprachbarriere eine Herausforderung ist.

Die Menschen mit Down-Syndrom wirken bei ihren Tätigkeiten im Tageszentrum sehr zufrieden und entspannt. Vor allem heute fiel auf, dass alle Klienten sehr gute Laune hatten und unglaublich viel lachten wurde. 
Beiden hatten einen schönen zweiten Tag im Praktikum und freuen sich auf die nächsten.

 

Der heutige Tag begann für Nico und Stefan wieder mal entspannt, denn sie mussten erst um zehn Uhr am Tageszentrum sein. Von dort aus ging es für die Beiden zu den Appartements und den dazu gehörigen Tagesförderbereich. Dort verbrachten sie drei Stunden mit dem Beobachten der Klienten und dem Stellen von Fragen. Sie haben vieles über die Appartements und den Tagesförderbereich erfahren: Beispielsweise ist der Tagesförderbereich für jeden gedacht, der gerne mit anderen Menschen in Kontakt treten möchte, sich jedoch nicht traut. Menschen mit einer Behinderung sind dort gern gesehen. Die Einrichtung ist ein inklusive Angebot, welches sich an wirklich alle richtet. Was beide vom Tag mitnahmen war die Beobachtung, dass auch ältere Menschen in der Tagesstruktur einen Platz gefunden haben, an dem sie tagsüber auf  anderen Menschen treffen, sich unterhalten und über die Sorgen und Nöte des Alltag austauschen können. 

Nach den drei Stunden vor Ort ging es dann zurück in die Wohnung, die sie im Zuge der vielen Zeit aufräumten.

Lara fing heute erst um 14:00 Uhr an zu arbeiten, da sie für den Spätdienst eingeteilt wurde. Sie durfte heute nach dem Mittagessen mit einem Mitarbeiter und ein paar Klienten zum Arzt, um auch das einmal kennen zu lernen. Als sie wieder in der Einrichtung waren, ruhten sich alle etwas aus. Lara empfand den Tag als sehr aufregend und spannend. Sie ist immer noch sehr erstaunt, wie herzlich alle zueinander sind und sich freuen, wenn sie in die Einrichtung kommt.

 

Bis morgen!

 


Eure Erasmus + Studies

 

Tageswerk von Lina und Marie - Blumen!!!
Tageswerk von Lina und Marie - Blumen!!!

Montag, 04.11.2019 - fünf Tage Praktikum in den Einrichtungen der "Association Alsterdorf" in Oradea/ Rumänien

 

Der erste Tag im Praktikum begann sehr flexibel. Nach der Morgenroutine, die sich nun auch bei uns schon eingeschlichen hat, versammelten wir uns alle um 9:30 Uhr in der Einrichtung "Alsterdorf Association". (Hier befindet sich gleichzeitig die Tagesstruktur für Menschen mit Behinderung befindet.) Wir waren sehr aufgeregt und gespannt, wie sich die Verteilung auf die einzelnen Einrichtungen gestaltet würde. Einige Einrichtungen kannten wir schon aus den Besuchen der vergangenen Woche (siehe Dienstag).

Lara wurde in eine Einrichtung Namens Casa Frankfurt eingeteilt.

Lina und Marie wurden in ein Tageszentrum für Menschen mit Autismus eingeteilt und Stefan und Nico für einzelne Appartements, welche sich ebenfalls in Oradea befinden.

Lara, Marie und Lina gingen dann sofort in ihre Einrichtungen. Für Stefan und Nico war schon hier der erste Arbeitstag vorbei, denn in diesen Appartements waren zu diesem Zeitpunkt keine Klienten anzutreffen. Demnach konnten sich die Beiden heute nochmal einen entspannten Tag machen, müssen morgen früh wieder an der Tagesstruktur Alsterdorf Association stehen. Dort werden sie dann von Mitarbeitern abgeholt und zu den Appartements gebracht.

Stefan und Nico verbrachten den Rest des Vormittags in der Stadt, gingen Essen und schlenderten im Anschluss zurück zur Ferienwohnung.

Lara hatte einen Eingewöhnungstag in Casa Frankfurt und sollte erst einmal alles beobachten. Einige Klienten kannte sie schon von der Studienwoche und aus ihrem Workshop.

Lina und Marie bastelten zusammen mit den Beschäftigten des Tageszentrums und entwarfen Pläne für die nächsten Tage. Wirklich bewegende Aspekte gab es heute nicht, aber auch keine Katerstrophen. Wir sind gespannt auf den morgigen Tag.


Eure Erasmus + Studies.

Nico und Stefan waren in der Stadt Essen!!

Samstag, 02.11. 2019

 

Der sechste Tag in Oradea - Wochenende!!! Der heutige Tag fing für uns sehr spät an, da wir nach dieser Woche erst einmal ausschlafen mussten. Wir wurden alle zu unterschiedlichen Zeiten wach und somit gab es heute kein gemeinsames Frühstück. (um 12 Uhr war dann auch der der Letzte endlich wach). 
Danach gingen Marie und Lina wieder los um neue Dinge in Oradea zu entdecken. Dank des Tipps von Frau Lange und Frau Bormann, gingen Marie und Lina zu einem kleinen Einkaufszentrum, ganz in der Nähe der Ferienwohnung. Nico ging einkaufen. Stefan tat heute mal Nichts und entspannte den ganzen Tag auf unserer Couch. 
Lara ging am späten Nachmittag noch durch Oradea spazieren. Dabei entdeckte sie einen kleinen Park und viele, viele weitere schöne Ecken in Oradea.
Am Abend gingen wir alle gemeinsam in einem kleinen Restaurant essen, welches von unserer Ferienwohnung nicht weit entfernt ist. Dort aßen wir uns alle satt.
Den Abend schlossen Lara, Nico und Stefan in eine Bar. Marie und Lina zog es zurück in die Ferienwohnung, wo sie sich ausruhen konnten, da beide ein wenig erkältet sind.
Alles in allem war es für uns alle ein schöner, entspannter Tag.
Wir freuen uns auf den morgigen Tag!


Bis dahin,
Eure Erasmus + Studies

 

Sonntag, 03.11.2019

 

Der siebte Tag in Oradea hat entspannt begonnen. Schlafen bis um elf Uhr und Frühstücken bis 13 Uhr sind fördernde Faktoren für einen gelungenen Sonntag. Nach dem Frühstück ging es für Lina und Nico zu einem Einkaufscenter in der Nähe. Dort wurden ein paar Lebensmittel zur Verpflegung eingekauft. Kurze Zeit später gingen Lina, Marie und Nico in den Aquapark, der eine der Attraktionen von Oradea ist. Dort haben alle zusammen den selben Eindruck erhascht. Es stellte sich die Frage: "Wieso sieht der Aquapark besser aus, als gleiche Attraktionen in Deutschland?"

Nach dem Aquapark ging es für die drei wieder nach Hause. Nach einen kurzem halt in der Wohnung, ging es auch wieder sofort weiter für Lina und Nico, um in einem Fast Food Restaurant in der Nähe und ihr Abendessen zu organisieren. In der selben Zeit ging Lara noch benötigte Lebensmittel einkaufen und im Anschluss in den kleinen Nebenstraßen, unweit der FeWo spazieren. Lara empfindet die Stadt, immer noch überwältigend.

Stefan verbrachte den gesamten Tag im Bett und ruhte sich aus. Für alle war heute das Genesen am wichtigsten, denn alle sind ein wenig Erkältet. Einige von uns versuchten dies durch frische Luft und ein heißes Bad im Whirlpool zu verkurrieren, andere durch einen Tag im Bett. 

Trotz der kränklichen Situation sind alle froh hier zu sein und gespannt auf den morgen stattfindenden ersten Tag im Praktikum. 


Eure Erasmus + Studies.


01.11.2019 - Fünfter und letzter Tag der Erasmus + Studienwoche

 

Der heutige Tag, und damit auch letzte der Studienwoche, begann wieder mit einem Warm-Up. Danach ging es, wie die Tage zuvor, zurück in die Workshops, dies jedoch nur für eine Stunde, denn danach ging es für alle zurück in den Tagungsraum. Dort wurden dann alle Workshopergebnisse der letzten Woche vorgestellt und ausgewertet. Nico stellte zusammen mit seinem Workshop-Kurs das Theaterstück vor. Ihn selbst bewegte dieses Stück am meisten, denn die perfekte Zusammenarbeit der einzelnen Mitglieder war atemberaubend. Die vorgesehene Message kam noch besser beim Publikum an als gedacht. Ihn bewegte wie sehr sich auch die rumänischen Gruppenmitglieder und die Gruppenmitglieder mit einer Behinderung einbrachten. Nach seiner Aussage war das ein wundervoller Tag. Marie und Lina stellten als erste Gruppe ihren Kreativ-Workshop vor. Marie fand an dieser Vorstellung am besten, dass die rumänischen Teilnehmer ein positives Feedback zurückmeldeten. Ebenfalls fand sie die Zusammenarbeit interessant und sehr lehrreich. Marie hat einige private Einblicke in das Leben der Rumänen*innen bekommen. Auch der letzte Tag der Studienwoche war ein interessanter Tag für Lina. Am meisten begeisterte sie die Präsentation der Theatergruppe. Diese Gruppe hat es in der kurzen Zeit geschafft, ein so tolles und auch ergreifendes Stück auf die Beine zu stellen. Lina fand das Stück an vielen Stellen sehr ergreifend, da sie weiß, dass es leider immer noch vorkommt, dass Menschen mit Beeinträchtigungen verspottet und ausgelacht werden. Ganz besonders eine Szene im Stück rührte sie zu Tränen. Für Lina war es ein wunderschöner letzter Tag der Studienwoche. Lara und ihre Kleingruppe waren auch mit in der ersten Präsentation. Davor haben sie noch ein paar letzte Feinschliffe an ihrem Projekt vorgenommen, wie zum Beispiel das Basteln eines Schildes. Sie war sehr positiv überrascht über das Interesse der anderen Teilnehmer und froh, dass ihr Kunstwerk so gut ankam. Auch hat es sie gefreut, dass sie in den ganzen Tagen viele neue Leute kennenlernen durfte. Die Gruppe "Interviews" stellte mit Stefan ihr "work in progress" Projekt vor. Und auch wenn das Projekt noch nicht fertig gestellt ist, freut er sich auf das später fertiggestellte und geschnittene Video. Besonders gefallen hat ihm aber das Stück der Theater Gruppe in einem Part zeigten sie eine "umgedrehte" Welt in der Menschen mit Behinderung jene ohne diskriminieren dieser Perspektivwechsel war für ihn sehr erfrischend und regte zum Nachdenken an. Es war eine wunderschöne Studienwoche und wir sind sehr stolz auf unsere Ergebnisse, erfreut über neue Erkenntnisse und gespannt auf die nächste Woche. Wir haben viel dazugelernt und werden uns ewig an diese intensiven fünf Tage "In Vielfalt vereint!" mit Erasmus+ erinnern. Nun genießen wir erst einmal das Wochenende, lassen die vielen Informationen "sacken". Am Montag geht die Reise frohen Mutes weiter ins bevorstehende Praktikum, in den Einrichtungen hier vor Ort in Oradea.

 

Eure Erasmus+ Studies

 


31.10.2019 - Der vierte Tag in Oradea.

Auch heute startete der Tag im Tagungshotel, für uns alle, mit einem kleinen Warm-Up. Im Anschluss ging es wieder für alle in die Workshops. Wir standen alle ein wenig unter Druck und haben uns Gedanken gemacht, weil wir wussten, dass wir heute fertig werden müssen. Morgen wird der letzte Feinschliff gemacht und im Anschluss kommen dann die Präsentationen der einzelnen Workshops. Bei Marie, Lara und Lina gab es im heutigen Workshop kein Begrüßungsspiel, da wenig Zeit war, aber dafür war noch sehr viel zutun. In Maries und Linas Kleingruppe fing es damit an, dass die halbe Kugel bemalt werden musste. Anschließend wurden dann die Länder Rumänien und Österreich aufgezeichnet, ausgeschnitten und aufgeklebt.

Als das erledigt war, haben sie angefangen zwei Stühle zu bauen, was gar nicht so leicht war. Hierfür benutzten sie einfach nur Papier und Pappe. Im Anschluss wurden dann zwei Menschen gemalt und ausgeschnitten, so wie ein Schild gebaut, wo der Titel des Kunstwerks drauf steht. Das alles zusammen nahm sehr viel Zeit ein. Marie, Lina und eine weitere Teilnehmerin der Kleingruppe waren am Ende des Workshops super glücklich, da sie noch alles rechtzeitig geschafft haben und alles nach ihren Wünschen und Vorstellungen funktionierte. Bei Nico und dem dazu gehörigen Theater-Workshop hat es wieder einmal mit Überlegungen begonnen. Es wurde kurz über den Tagesverlauf und die anstehenden Tätigkeiten geredet.

Dann ging es auch sofort los. Es wurde sehr viel geprobt und an den Details der Vorführung geschliffen. Gegen Ende der Zeit wurde dann eine kleine Generalprobe durchgeführt, welche auch schon Musik für den großen Auftritt beinhaltete. Die letzte Aktivität des heutigen Tages im Workshop von Nico war eine gemeinsame Fotosession für ein Bild, das im Theaterstück gezeigt wird. Besonders bewegte Nico wie die Teilnehmenden seines Workshops miteinander agierten. Es war auf lustige und freundschaftliche Art und Weise gelungen das komplette Theaterstück, trotz der fehlenden Zeit zu vervollständigen. Der damit aufkommende Stress wurde gar nicht wahrgenommen. Im Workshop „Interview“ führte Stefan den gesamten Tag Befragungen mit rumänischen Passanten durch. Wie auch an den Vortagen war die rumänische Bevölkerung äußerst verständnisvoll.

Eine der befragten Passantinnen blieb ihm insbesondere in Erinnerung. Diese zeigte sich sehr interessiert an der Befragung, da sie selbst derzeit ein technisches Studium absolviert. Erstaunlicherweise, war ihre Meinung zur Digitalisierung relativ konservativ, verglichen mit dem Rest der interviewten Teilnehmer. In Lara ihrer Kleingruppe wurde heute ein dritter Mensch für den gestern fertiggestellten Rollstuhl gebastelt. Der Rollstuhl wurde schon gestern fertig gestellt. Die Kleidung wurde aus einem festeren glitzernden Papier hergestellt. Aus einem Karton wurde ein Klavier gebastelt und mit Acrylfarbe bemalt. Aus dünnem, gelben Papier wurden die Haare für eine Figur gebastelt. Dafür wurde das Papier in Streifen geschnitten und aufgeklebt. Die Gesichter haben sie mit einem Stift aufgemalt. Aus dem, mit Papier versehenen Ballon, welcher eine Trommel werden sollte, haben sie eine Geldschale hergestellt. Selbst das Geld wurde aus Papier gemacht.

 Lara fand es sehr inspirierend zu sehen, wie viel Spaß alle hatten und wie gut die Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfestellung, trotz Sprachbarrieren funktionierte. Nach dem Mittagessen stand für uns alle heute Freizeit auf dem Plan. Marie, Nico und Lina gingen in dieser Zeit noch einmal die Stadt erkunden. Lara und Stefan gingen "nach Hause", um dort endlich einmal Wäsche zu waschen und etwas Ordnung zu schaffen. Später ruhten wir uns alle aus oder schliefen sogar einige Stunden. Erst hier fiel uns auf, wie anstrengend die letzten Tage und die vielen Begegnungen waren. Wir haben in so kurzer Zeit so viel über die Menschen, das Zusammenleben, die Arbeit der Assistent*innen und ihre Arbeitsbedingungen sowie über ihre Arbeit erfahren...und wir sind gespannt auf unsere Praktika in den Einrichtungen der Association Alsterdorf - Casa Frankfurt, Casa Max und der Tagesstruktur in der Assoziation Alsterdorf.

Morgen schließen wir unsere erste Studienwoche in Oradea/ Rumänien mit der Präsentation der Arbeitsergebnisse aus den Workshops ab und werden das letzte gemeinsamen Abendessen genießen.

 

Eure Erasmus+ Studies


Impressionen am dritten Tag in Oradea

30.11.2019

 

Heute begann es im Tagungshotel wieder mit einem Warm-Up, allen bekannt unter dem Namen: "Obstsalat". Dieser wurde wieder von Teilnehmer*innen gestaltet. Danach ging es für alle wieder in die Workshops. Der dritte Tag startete bei Nico innerhalb der Workshop Gruppe mit einem Rückblick auf den vorigen Tag. Weiterhin wurden Ideen für den Tagesverlauf gesammelt und fest geschrieben. Diese Ideen wurden in den Kleingruppen des Tages zuvor weiter bearbeitet. Darauf folgten kleine Proben der besprochenen und in den Kleingruppen konstruierten Szenen für das Theaterstück. Alle Gruppen stellten ihre konstruierten Szenen vor. Aus den gezeigten Szenen heraus wurde lange Zeit diskutiert, welche am besten in das Theaterstück passen würden. Nico war wichtig, dass die Quintessenz des Stücks seiner Gruppe gezeigt wird. Dieser beschreibt wie die EU in der Zukunft aussehen würde, wenn es keinerlei Akzeptanzzuwachs geben würde oder gar die momentane Lage der Akzeptanz von Menschen mit Behinderung abnimmt. Ohne Entschluss, aber mit vielen neuen Erkenntnissen über das vielleicht entstehende Stück, wurde der Tag in dem Workshop beendet. Im Workshop von Marie, Lina und Lara begann der Tag mit einem kleinen Spiel. Es sollte ein Papierflieger gebastelt werden. Darauf sollte dann der Wunsch für den Tag aufgeschrieben werden, damit diese Flieger im Anschluss geworfen werden können. Lina und Marie wünschten sich beide, dass ihr Projekt für die nächsten Tage so funktioniert, wie sie es sich vorstellen. Tatsächlich ging dieser Wunsch auch in Erfüllung. Somit konnten Lina und Marie heute für die Gruppe eine Halbkugel bauen, die für den Rest des Projekts sehr wichtig war. Das Herstellen dieser halben Kugel hat heute den ganzen Vormittag angedauert, da Lina und Marie es mit einem Luftballon gemacht haben. Dieser Luftballon wurde mit Zeitungspapier und Leim beklebt. Da mehrere Schichten gemacht werden müssen, dauerte dies natürlich sehr lange. Lina und Marie finden, dass in diesem Workshop ein gutes Miteinander unter den Teilnehmern herrscht. Uns hilft hierbei der Google-Übersetzer ungemein. Eine Teilnehmerin aus Rumänien spricht ihre Ideen und Wünsche in ihr Handy. So können wir auch Personen verstehen, die kein Englisch sprechen oder schreiben können. Ganz fürsorglich wurden wir von unserer rumänischen Gruppenmitglied gefragt, ob wir wirklich keinen Tee möchten. Das wird auch ersichtlich in den klaren Absprachen innerhalb der einzelnen Projekte und der Aufgabenverteilung. Laras Kleingruppe bastelte aus Papier zwei Menschen und eine Gitarre. Aus einem Karton bastelten sie einen Rollstuhl und bemalten ihn anschließend. Mit einem Ballon, Kleber und Zeitungspapier fingen sie an eine Trommel zu basteln. Am meisten hat Lara bewegt, wie viel Spaß die Menschen bei dem basteln haben. Beim Workshop „Interview“ wurden heute die Befragungen durchgeführt. Besonders interessant war für Stefan wie aufgeschlossen die rumänischen Passanten auf die spontane Befragung reagierten. Ein älteres Pärchen im besonderen blieb ihm in Erinnerung da ihre Antworten nicht hätten verschiedener sein können. Während die Frau jeglicher Technologie kritisch gegenüber stand war ihr Mann selbst von den unüblicheren Einsätzen von Technologie überzeugt. Selbst die Idee Roboter als Pflegekräfte einzusetzen fand seine Zustimmung. Beim Workshop „Interview“ wurden heute die Befragungen durchgeführt. Besonders interessant war für Stefan wie aufgeschlossen die rumänischen Passanten auf die spontane Befragung reagierten. Ein älteres Pärchen im besonderen blieb ihm in Erinnerung da ihre Antworten nicht hätten verschiedener sein können. Während die Frau jeglicher Technologie kritisch gegenüber stand war ihr Mann selbst von den unüblicheren Einsätzen von Technologie überzeugt. Selbst die Idee Roboter als Pflegekräfte einzusetzen fand seine Zustimmung. Als nächstes folgte das Mittagessen welches wieder sehr gut geschmeckt hat. Der letzte Punkt des heutigen Programms innerhalb der Tagung war ein Workshop, bei dem eine Grundschullehrerin, einer Sonderschule der Region, ins Haus kam und ihre Arbeit vorstellte. In diesem Vortrag ging es um das örtliche Schulsystem und den von ihr angewandten Methoden zur Autonomieentwicklung bei Kindern mit intellektuellen Beeinträchtigung. Sie zeigte Videos aus ihrer Einrichtung, welche zeigten wie ihr Unterricht von statten geht. Vor allem bei diesen Videos bewegte Nico, wie professionell, jedoch auch liebevoll sie mit den Kindern ihrer Einrichtung umging. Lina bewegte besonders der Unterschied zwischen Rumänien und Deutschland. Die Methoden der Lehrerin waren sehr wertschätzend. Sie achtet besonders darauf, dass die Kinder in der Sonderschule in der Mitte einer Stunde eine kurze Pause haben, wo sie mit den Lehrer*innen zusammen tanzen und auch singen. In diesem Workshop ist Marie aufgefallen, dass das Schulsystem in Rumänien noch Separativ ist. Aber in der Klasse nur ca. acht Kinder sind. Die Kinder lernen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen, dabei betonte die Lehrerin das es besonders wichtig ist die Aufgaben aber auch vorzuzeigen, damit die Kindern Sicherheit erlangen.


Während der Präsentation einer Methode, in der es darum ging den Umgang mit gesundem Essen zu lernen, wollte ein Klient aus der Einrichtung Casa Frankfurt, die wir gestern besuchten, diese ausprobieren. Die Spontanität und Herzlichkeit der Dozentin beim Umgang mit dem Klienten gab Stefan einen Einblick in den Umgang mit Klienten in rumänischen Sonderschulen. Lara bewegte es, wie liebevoll die Dozentin mit den Kindern interagierte und wie sie mit die Kinder (wie man im Film sehen konnte) Spaß am Unterricht hat. Sie fand es auch sehr inspirierend, dass die Lehrerin im Unterricht kleine Lernpausen machte und diese mit Musik ausschmückte. In diesen methodischen Wechseln machte sie auch selbst aktiv mit, um den Kindern ein Modell und Vorbild zu sein.

 

Eure Erasmus+ Studies


29.10.2019

 

Der zweite Tag in Oradea. Da uns gestern schon die Workshops vorgestellt wurden und wir uns gleich eintragen konnten, haben wir uns auf die Tage sehr gefreut. Wir hatten uns für Theater, Interview und kreative Gestaltung der Zukunft entschieden. Auch heute sind wir wieder zu Fuß zum Tagungshotel gelaufen. Als wir da ankamen, ging es schon direkt mit einem Warm-Up los, wo wir die Aufgabe hatten unsere Körperteile abzuklopfen, unter anderem gab es noch weitere körperliche Bewegungseinheiten. Als nächstes ging es direkt in die Workshops. In den Workshops angekommen, gab es für all unsere Gruppen verschiedenste Kennenlernspiele. In der Theatergruppe ging es dann weiter mit Gesprächen über die aktuelle Lage der gesellschaftlichen Akzeptanz der Menschen mit Behinderung in Deutschland und Rumänien. 

In diesen Gesprächen ist Nico besonders im Kopf geblieben, dass die rumänische Gesellschaft noch weit davon entfernt ist, Menschen mit Behinderung zu akzeptieren. In einer Unterhaltung mit einer Rumänin aus der Gruppe, wurde deutlich, dass Menschen mit Behinderung als "von Gott verstoßen" angesehen werden und das sie kein Recht auf Leben haben. Im Verlauf des Theater-Workshops wurden Informationen in Kleingruppen bezüglich der Zukunft von Rumänien und Deutschland, im Blick auf gesellschaftliche Anerkennung von Menschen mit Behinderung, gesammelt. Dabei entwickelte die Kleingruppe ein Worst-Case-Szenario und ein Best-Case-Szenario aus den eigenen Vorstellungen heraus. Nico ist sehr gespannt auf die nächsten Tage und die weiteren Präsentationen der anderen Kleingruppen. In dem Interview-Workshop bildete die Teilnehmer inklusive Stefan vier Gruppen mit den Schwerpunkten Arbeit, Alltag, Demokratie und Europa. Zu diesen Schwerpunkten sollte der erste Gedanke in Hinblick auf Digitalisierung aufgeschrieben werden. 

Danach wurden diese Gedanken diskutiert. Mit Hilfe der Schwerpunkte und Gedanken wurden Fragen für die, in den nächsten Tagen kommenden Interviews formuliert. In den nächsten zwei Tagen werden weitere Informationen zu den kommenden Interviews genannt. Am interessantesten für Stefan war der Kontrast zwischen den Positionen bei dem Thema Regulierung des Internets. Lara, Marie und Lina sind zusammen in dem Workshop für kreative Gestaltung. Es geht darum, dass kreativ aufgezeigt wird, wie sich die Teilnehmer des Workshops ihre Zukunft vorstellen und auch die Zukunft von Menschen mit Behinderung. Nach dem Kennenlernspiel sollten unsere Eindrücke vom gestrigen Tag zusammen getragen werden. Außerdem sollten unsere Wünsche für Menschen mit Behinderung aufgeschrieben werden. Darüber wurde nicht viel diskutiert, da alle Teilnehmer der selben Meinung waren, dass Menschen mit und ohne Behinderung selbstbestimmt und ohne Barrieren ihr Leben führen können sollten. Als nächstes wurden verschiedene Bilder auf den Tisch gelegt, die folgende Schwerpunkte hatten: Aussehen, Bildung, Arbeit, Wohnen, Freizeit und Nahrung. Jeder der Teilnehmer durfte sich ein bis zwei Bilder auswählen und danach erläutern unter welchen Kriterien diese Bilder ausgewählt wurden. 

Im Anschluss wurden Kleingruppen gebildet. In diesen Kleingruppen wurden die Bilder besprochen und das in den nächsten Tagen folgende Projekt. Lara, Marie und Lina lernten heute, wie man sich am besten mit den Rumänen verständigt, da jeder mindestens einen rumänischen Menschen in der Kleingruppe hat. Nach dem Mittagessen ging es für uns weiter zu zwei Besichtigungen von Einrichtungen in denen Menschen mit Beeinträchtigung leben. Die erste Wohnstätte, die wir besichtigten, hieß Casa Franz Max. Für uns schien die Wohnstätte strukturell nicht auf dem neusten Stand. Wir wurden von den Menschen mit Behinderung mit großer Freude begrüßt und herzlich aufgenommen. Die zweite Einrichtung war Casa Frankfurt. Unserer Ansicht nach schien diese ein Stück moderner als die Erste, was vielleicht auch daran lag, dass in der ersten Einrichtung die Menschen weniger selbständig ihr Leben gestalten können als in der Zweiten. Ein Vergleich mit Einrichtungen der Eingliederungshilfe in Deutschland ist schwer möglich. Danach sind wir zu unserer Ferienwohnung zurück gelaufen. Nach einer kurzen Pause sind Lina und Marie in die Innenstadt gelaufen um Kleinigkeiten einzukaufen und um die Stadt ein wenig besser kennenzulernen. Als Marie und Lina zurück aus der Stadt kamen, war Nico schon dabei Abendessen für alle zu machen. Er wollte für uns alle Bauernfrühstück machen. Herzliche Grüße aus Oradea, Eure Erasmus + Studies


28.10.2019

Der erste Tag in Oradea/ Rumänien.

 

Der heutige Tag war unglaublich voll mit neuen Eindrücken. Das Land, die Stadt, die fremde Sprache und vor allem, die uns bevorstehende Tagung... Wir waren sehr aufgeregt und gespannt, wie  sich der erste Tag entwickeln würde.

 

Von unserer Unterkunft sind es ca. drei Kilometer bis zum Double Tree by Hilton Tagungshotel. Diese Distanz überwanden wir zu Fuß.

 

Nun ging es los und wir hatten so viele unbeantwortete Fragen: Wie werden wir uns verständigen? Wieviele Menschen sind überhaupt hier? Kommt die Präsentation unserer Region und Schule gut an? 

 

Auf der Tagung sind ca. 70 Teilnehmer mit und ohne Behinderung, sowie die Gastgeber der Alsterdorf Association Oradea. Zu Beginn stand ein EU Quiz, was auch gleich die ersten Lernerfolge mit sich brachte. So erfuhren wir, dass auf dem Kontinent Europa über 780 Millionen Menschen Leben. Die EU zwar 28 Mitgliedsstaaten hat, aber nur 24 Amtssprachen. Wusstet Ihr wofür die zwölf Sterne stehen? Sie stehen nicht für die zwölf Mitgliedstaaten zur Fertigstellung der Europaflagge. Sie stehen für Solidarität, Gleichheit, Harmonie und ein solidarisches Miteinander, wie es auch in dem Motto: "In Vielfalt vereint"  der EU zur Sprache kommt. 

Im Anschluss diskutierten wir in Gruppen in welchem Zusammenhang die EU für uns ganz persönlich im Hinblick auf Würde, Freiheit, Gleichheit, Vielfalt, Bürgerrechte und Justiz agiert und welche Vor- und Nachtteile für einzelne Nationen innerhalb der EU in der Praxis dennoch bestehen. Eine Sprachbarriere bestand, da es nicht genug Dolmetscher gab, die die Inhalte übersetzen konnten. Somit mussten erst einmal getrennt arbeiten. (Das hat unsere Schule am Europatag am letzten Freitag schon deutlich besser gelöst!!!) Wo wir schon mal beim Europatag sind: Dieser ist offiziell am 09.Mai. Wusstet Ihr das?

Nun stellten sich die Workshops vor: In den nächsten drei Tagen werden wir an einem Theaterworkshop (Szenenpräsentation) zum Thema Assistenz, einem Kreativ- Workshop zur Zukunftsplanung (Kunstwerke), sowie Interviews mit Menschen aus Oradea zur Zukunft Europas (Ergebnis: Film) teilnehmen. Unsere Lernbegleitungen werden sich einer Zukunftswerkstatt zu wenden und die Ergebnisse in Form eines Comic darstellen.

 

Die Präsentationen der einzelnen Delegationen waren sehr interessant und das anschließende World - Café mit den Verköstigungen aus den Regionen, hat uns allen sehr gefallen. Wir sind gespannt auf den morgigen Tag. Herzliche Grüße aus Oradea an die "Lobetaler".

 

Eure Erasmus+ Studies