Siehe, ich mache alles neu.


Im Religionsunterricht haben sich angehende Erzieher*innen der Diakonischen Schulen Lobetal mit der Jahreslosung für dieses Jahr beschäftigt. Sie steht in der Offenbarung des Johannes und heißt: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“

Weil er sich zu Jesus Christus bekannt hatte, war Johannes von der römischen Staatsmacht auf die Insel Patmos verbannt worden. Dort hat Johannes eine Vision und schreibt sie nieder. Seine „Offenbarung“ soll vor allem eines sein: Ein Trost-Text für die verfolgten christlichen Gemeinden in Kleinasien.

Die Schüler*innen sind der Frage nachgegangen: Was fällt uns als Erstes zur Jahreslosung ein? Es sind Worte wie: Hoffnung, Veränderung, Neuanfang, Frieden, Verwandlung, Mitgestalten, Trost, Vergebung, Schutz, Überwinden, Zugewinn, Reform.

 

Johannes, das haben die Schüler*innen bei ihren Recherchen zur Jahreslosung herausgefunden, will den verfolgten Christen Mut machen und Hoffnung verbreiten. Er zeichnet ihnen in seiner Offenbarung unter anderem das Bild einer Stadt, die Schutz bietet und in der alle angstfrei und zufrieden leben können – ohne Tränen, ohne Schmerzen.

Das Bild, das Johannes von Gott zeichnet, ist das Bild eines Gottes, der nicht nur beobachtet, sondern der handelt, der aktiv hilft. Es ist ein Gott, der Hoffnung schenkt. Gott ist der Schöpfer, der die Macht hat, Leid, Ungerechtigkeit und sogar den Tod zu überwinden. Er hat die Macht, eine komplette Verwandlung der Welt herbeizuführen. Dieser Gott bietet Schutz, ist den Menschen nahe und sorgt dafür, dass Einsamkeit, Unrecht und Gewalt für immer verschwinden.

Was hat dieser alte Vers aus der Bibel heute mit uns zu tun?

Die angehenden Erzieher*innen sagen dies: Die Menschen sollen sich an Gottes Trostbotschaft erinnern. Weil unsere Welt nach wie vor erschüttert wird von Kriegen, Krisen und Unsicherheiten, brauchen die Menschen Hoffnung und etwas oder jemanden, dem sie vertrauen können. Dieses Vertrauen sollen sie in Gott setzen. Und sie sind aufgerufen, die Welt mitzugestalten und zu verbessern. Sie sollen sich trauen, auch einmal neue Wege einzuschlagen, wenn es darum geht, in ihrem Umfeld für mehr Mitmenschlichkeit und Frieden zu sorgen.

Das bedeutet vielleicht auch, dass alte Gewohnheiten abgelegt werden müssen. Gott tröstet uns damit, dass wir einmal in eine neue Welt eintreten werden, in der es kein Lied und keinen Tod, einfach überhaupt nichts Böses mehr geben wird. Aber schon auf dieser Welt braucht Gott aktive, umsichtige Menschen, die heute und jetzt damit beginnen, etwas Neues, etwas Gutes aufzubauen. Geschehen kann das zum Beispiel dadurch, dass Gottes Trostbotschaft weitererzählt und aktiv gelebt wird. 

Ihre Gedanken zur Jahreslosung haben die Schüler*innen in Form von Bildern und Sprüchen auf Plakate gebracht. Sie hängen zum Besichtigen in unserer Schulkapelle.

 


Ins neue Schuljahr gestartet


Am 8. September sind mehr als 360 Auszubildende an den Diakonischen Schulen Lobetal ins neue Schuljahr gestartet. In der traditionellen Eröffnungsandacht, die in diesem Jahr unter dem Motto "Worte haben Macht" stand, wurden die insgesamt 16 Klassen in den Bildungsgängen Sozialassistenz, Sozialpädagogik, Heilerziehungspflege und Heilpädagogik von angehenden Sozialassistenten*innen herzlich begrüßt. Ebenso wie Denise-Verena Steiner, die seit 1. August die Diakonischen Schulen Lobetal leitet. Schülersprecher Oliver Zerbst und Maurice Dahler fanden hier warmherzige Willkommensworte.

Begleitet wurde die Andacht auch von Pfarrerin Vera Hahn und Dr. Hans-Günther Hartmann am Klavier. 




Das sind unsere Absolvent*innen 2025!


Mehr als 120 Absolventinnen und Absolventen in den Bildungsgängen Sozialassistenz, Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege erhielten am 4. Juli ihre Abschlusszeugnisse. Wir gratulieren!



"Wir brauchen diese Erinnerung"                                                                               - Putzen der Lobetaler Stolpersteine


Am 13. April 2022 wurden in Lobetal erstmalig Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an die acht Bewohner mit jüdischen Wurzeln, die am

13. April 1942 aus Lobetal deportiert und ermordet wurden.

Am 7. September 2023 kamen noch einmal vier Stolpersteine hinzu – für vier Menschen, die Anfang September 1943 aufgrund ihrer sexuellen Gesinnung im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet wurden.

 

Gräber oder auch nur Grabsteine, an denen wir dieser Menschen und ihres Martyriums gedenken können, gibt es nicht.

Aber es gibt diese Stolpersteine.

 

Schülerinnen und Schüler der Diakonischen Schulen Lobetal haben es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr die Stolpersteine zu reinigen. Dies geschah in diesem Jahr am 29. April durch angehende Heilerziehungspfleger*innen im 2. Ausbildungsjahr. Dabei wurden auch die Biografien der zwölf Opfer verlesen und für sie je eine weiße Rose niedergelegt.

 

„Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Steine jedes Jahr zu reinigen. Wir ehren damit die Opfer und erinnern an ihre Leben. Sie sollen nicht in Vergessenheit geraten“, formulierte Schüler Christian Gruhn in seiner Begrüßungsrede.

 

„Wir brauchen diese Erinnerung, diese Pflege, auch das Bewusstsein, was wir falsch gemacht haben, gerade in diesen Zeiten, in denen es wieder Anfänge gibt, die Menschen einzuteilen in die, die dazugehören und leben dürfen und die, die kein Recht haben sollen, hier zu sein, überhaupt zu sein“, betonte Dr. Melanie Beiner, theologische Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. „Es ist eine große Geste, diese Stolpersteine zu reinigen. Wir knien uns in den Staub und putzen die Steine, bis sie, so gut es geht, wieder glänzen. Die Schuld unserer Väter lässt sich nicht abtragen, auch nicht durch das Putzen, aber es hält uns die Erinnerung wach, dass das Leben der Menschen, die deportiert wurden und umgekommen sind, genauso geglänzt hat, wie unser Leben es tut.“ 

An der Alten Schmiede in Lobetal erinnert ein Stolperstein an Dr. Hermann Feder. Sein Enkel Martin Stoelzel-Rhoden nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil und fand am Stein für seinen Großvater ergreifende Worte, die viele Anwesende zu Tränen rührten. Er erzählte von seiner Familie, von seiner Mutter Beate-Maria, die ihr Leben lang um den Vater getrauert hatte. „Ich bin sehr berührt, wie ihr in Lobetal bis heute das Andenken erhaltet an all jene, die verfolgt, deportiert und ermordet wurden“, sagte Martin Stoelzel-Rhoden.

 

Sein Bericht und die erarbeiteten Biografien unserer Schüler*innen geben den Opfern Gesichter und den Gesichtern eine Geschichte, ihre Lebensgeschichte, die im Weitererzählen lebendig bleibt.




Heilerziehungspflege

- Wo Arbeit Spaß macht, weil jeder Tag ein Abenteuer ist



Ein Zeichen für Frieden auf der Welt!





Fachschule für Sozialwesen

In der beruflichen Schule können Sie eine Ausbildung in den Bildungsgängen  Sozialpädagogik, Heilerziehungspflege und Heilpädagogik (Aufbaulehrgang) absolvieren.

Berufsfachschule für Soziales

In der Berufsfachschule können Sie eine Ausbildung im Bildungsgang Sozialassistenz absolvieren.



Fachschule für Sozialwesen

Berufsfachschule für Soziales

 

Schulleitung

Denise-Verena Steiner

Leiterin Diakonische Schulen Lobetal

 

E-Mail: [email protected]

 

Stellvertretende Schulleitung
Dr. Sedigheh Alizadeh Lemjiri

 
 

Sekretariat und Assistenz der Leitung

Heike Lehmann

 

Bonhoefferweg 1

16321 Bernau OT Lobetal 

Telefon: (0 33 38) 66 251

 

E-Mail: [email protected]